Der digitale Events

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30 Minuten Digitale Events — das neue Buch ist da!

Vor weni­gen Tagen ist mein Buch“30 Minu­ten Digi­ta­le Events“ gemein­sa­me mit Mela­nie Esch­le und Thors­ten Jekel im GABAL Ver­lag erschie­nen. In die­sem sehr pra­xis­ori­en­tier­ten Hand­buch haben wir Euch unse­re gesam­mel­te Erfah­rung aus unse­rem Agen­tu­rall­tag zusam­men­ge­stellt. Es gibt einen umfas­sen­den Über­blick über die ein­zel­nen Berei­che, die es bei der Pla­nung eines digi­ta­len Events zu beach­ten und zu beden­ken gibt. Ange­fan­gen bei der Wahl des kon­kre­ten digi­ta­len For­ma­tes, über die Umset­zung, Gestal­tung der Event-Dra­ma­tur­gie, Optik und Zuschau­er­rei­se bis hin zur pas­sen­den Aus­wahl der Tech­nik und einem Aus­blick in die Zukunft von Events, ist alles dabei.

Für einen ers­ten Ein­blick in den Inhalt stel­len wir Euch hier einen Aus­schnitt des ers­ten Kapi­tels als Lese­pro­be zur Ver­fü­gung. Die kom­plet­te Lese­pro­be inklu­si­ve der Kapi­tel: “Video­kon­fe­renz vs. Stream”, “Vor­tei­le digi­ta­ler Events” und “Her­aus­for­de­run­gen digi­ta­ler Events” gibt es hier zum Lesen…

Viel Spaß damit und bleibt flexibel

Euer Ralf Schmitt und das Team der Impulspiloten

30 Minuten Digitale Events – Auszug Leseprobe

Online, digital oder hybrid? Begriffsabgrenzung digitaler Event-formate

Digi­ta­le Events kön­nen in unter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen statt­fin­den wie rein online, digi­tal oder hybrid. Dabei exis­tie­ren zahl­rei­he ähn­li­che, aber auch zum Teil abwei­chen­de Defi­ni­tio­nen. Zur bes­se­ren Ein­ord­nung wer­den die Defi­ni­tio­nen der Event­ty­pen vor­ge­stellt, auf die wir uns in unse­rer Ver­an­stal­tungs­pra­xis beziehen.

Online-Veranstaltungen = digitale Events?

Die Grund­idee einer rei­nen Online-Ver­an­stal­tung besteht dar­in, dass Sie eine Grup­pe von Men­schen mit dem gemein­sa­men Ziel zusam­men­brin­gen, Inhal­te in einem vir­tu­el­len Live-For­mat zu erleben.

Eine Online-Ver­an­stal­tung kann kom­plett dezen­tral statt­fin­den, wie zum Bei­spiel eine Kon­fe­renz per Video­call, wie Zoom oder Micro­soft Teams.  Hier log­gen sich alle Teil­neh­mer auf einer gemein­sa­men Platt­form ein. Gesprä­che und Vor­trä­ge wer­den durch einen Gast­ge­ber mode­riert und der Bild­schirm des Refe­ren­ten kann für die Teil­neh­mer frei­ge­schal­tet wer­den um Prä­sen­ta­tio­nen oder Vide­os für die Zuschau­er sicht­bar zu machen.

Ein gro­ßes Miss­ver­ständ­nis von digi­ta­len Events ist, dass es sich ein­fach um ein Ereig­nis han­delt, das live an ein Online-Publi­kum gestreamt wird, wie zum Bei­spiel bei Face­book live. Bes­te Bei­spie­le, wie es eben nicht wirk­lich funk­tio­niert, sind Geis­ter­spie­le im Fuß­ball­sta­di­on oder Live­über­tra­gun­gen von Kon­zer­ten in lee­ren Sälen. Das Kern­ele­ment fin­det zwar statt, wirkt auf den Teil­neh­men­den jedoch eher wie ein Trau­er­spiel und hin­ter­lässt mehr das Gefühl von Ein­sam­keit, anstatt der erwar­te­ten Euphorie.

So einer Online-Ver­an­stal­tung fehlt jedoch der Event-Charakter.

Auch in der digi­ta­len Welt gel­ten die glei­chen Kenn­zei­chen für eine Ver­an­stal­tung mit Event-Cha­rak­ter, wie in der ana­lo­gen Welt. Eine Ver­an­stal­tung wird dann erst zu einem Event, wenn:

  • sie in der Wahr­neh­mung der Teil­neh­mer ein­zig­ar­tig ist.
  • sie dadurch zum Erlebnis/Ereignis wird
  • die Teil­neh­mer das Event durch Inter­ak­ti­on posi­tiv wahrnehmen
  • zusätz­lich zu der vor­an­ge­stell­ten Pla­nung die zu ver­mit­teln­den Inhal­te bewusst insze­niert werden.

Digi­ta­les Event 

Bei einem digi­ta­len Event hin­ge­gen liegt der Schwer­punkt auf der Insze­nie­rung der zu ver­mit­teln­den Inhal­te und der inter­ak­ti­ven Ein­bin­dung der Teil­neh­men­den. Bei einem rei­nen digi­ta­len Event gibt es zwei Mög­lich­kei­ten in der Durchführung

Pure online
Bei einem rei­nen Online-Event spre­chen wir auch von Desk­top Broad­cas­ting. Das bedeu­tet, dass das kom­plet­te Event zu 100% remo­te vor dem Lap­top oder PC statt­fin­det. Dazu wird die Ver­an­stal­tung eben­so aus einer tech­ni­schen Zen­tral her­aus gesteu­ert und alle Betei­lig­ten, sowie die Zuschau­er wer­den von ihren indi­vi­du­el­len Stand­or­ten her­aus zugeschaltet.

Pop-Up Stu­dio
Bei einem Pop-Up Stu­dio kre­ieren Sie eine Auf­nah­me­si­tua­ti­on für Ihren Sen­destream, die als opti­sche Basis für die Struk­tur der Ver­an­stal­tung dient. Das kann ein rea­ler Raum sein, eine ein­fa­che wei­ße Wand oder auch ein pas­sen­der Green­screen-Hin­ter­grund.
aus die­sem Pop-Up-Stu­dio her­aus erfolgt die Anspra­che der Teil­neh­men­den. Dazu wer­den die ein­zel­nen Zuspie­ler anmo­de­riert, Inter­views geführt und zu inter­ak­ti­ven Aktio­nen ange­lei­tet. In die­ser Ver­si­on bestehen die Zuschau­er aus einem rei­nen Online-Publi­kum und alle gela­de­nen Gäs­te wer­den eben­falls aus­schließ­lich online zugeschaltet.

Hybrides Event

Wird ein digi­ta­les Event dar­über hin­aus hybrid gestal­tet, zeich­net es sich dadurch aus, dass es die Online- mit der Off­line­welt geschickt ver­knüpft. Dazu gibt es viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, die bewusst aus­ge­wählt und ein­ge­setzt wer­den. Das Event wird aus einer rea­len Loca­ti­on Ihrer Wahl her­aus gestreamt. Hier soll­te die Loca­ti­on je nach Anlass und Inhalt des Events gewählt wer­den. Häu­fig bie­tet sich an, ein hybri­des Event direkt aus der Fir­men­zen­tra­le oder einem Hotel her­aus zu strea­men, aber auch eine ele­gan­te Bar ist für eine hybri­de Abend­ga­la denk­bar.  Alter­na­tiv bie­tet sich ein Ver­an­stal­tungs­stu­dio mit live- Atmo­sphä­re oder auch Green­screen als Ver­an­stal­tungs­ort an.

Bei einem hybri­den Event kön­nen Zuschau­er vor Ort live teil­neh­men, aber auch Online-Zuschau­er das Event am Com­pu­ter­bild­schirm, Tablet, Smart­pho­ne oder sogar Smart-TV ver­fol­gen. Für den hybri­den Cha­rak­ter liegt der Fokus dar­auf, dass alle Zuschau­er, egal ob live vor Ort, ergän­zend zuge­schal­tet oder nur mit einem rei­nen Online-Publi­kum ganz gezielt inter­ak­tiv in das Ver­an­stal­tungs­er­leb­nis ein­ge­bun­den wer­den und damit das glei­che Event gemein­sam so ähn­lich wie mög­lich erle­ben.
Ziel der Inter­ak­ti­on ist die Ver­stär­kung des Invol­ve­ments mit dem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ziel der Ver­an­stal­tung zu för­dern, die emo­tio­na­le Ver­bun­den­heit mit dem The­ma und damit die anhal­ten­de Auf­merk­sam­keit zu steigern.

Grund­vor­aus­set­zung hier­für ist – genau­so wie bei einem Live-Event – eine genaue Pla­nung zur Even­ti­sie­rung der The­men sowie die Anpas­sung der Inhal­te, die an die beson­de­re Situa­ti­on und die Bedürf­nis­se der Teil­neh­mer am Bildschirm.

Die ver­schie­de­nen Pro­gramm­punk­te eines hybri­den Events kön­nen eben­so fle­xi­bel online wie ana­log in den Ver­an­stal­tungs­ab­lauf inte­griert wer­den. Inter­views und Vor­trä­ge fin­den live vor Ort oder über Zuschal­tun­gen statt. Eben­so kann das Unter­hal­tungs­pro­gramm an die jewei­li­gen Rah­men­be­din­gun­gen vor Ort oder online prä­sen­tiert werden.

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