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Digitale Events — 4 wichtige Technik-Entscheidungen

Die­ser Arti­kel erschien im Ori­gi­nal am 29.01.21 unter dem Titel: Digi­ta­le Events — Wel­che tech­ni­schen Ent­schei­dun­gen Sie im Vor­feld tref­fen soll­ten bei www.Consulting.de, das Por­tal für Unternehmerberatung. 

Digi­ta­le Events infor­mie­ren, unter­hal­ten und wir­ken mehr und mehr wie gutes Web-TV. Damit sie die­se Wir­kung erzie­len, braucht es unbe­dingt eine opti­ma­le Vor­be­rei­tung – auch in Bezug auf die tech­ni­schen Fra­gen. Die Tech­nik ist der Grund­pfei­ler der Ver­an­stal­tung und hängt stark von dem gewähl­ten digi­ta­len For­mat ab. Sowohl für die Ver­an­stal­ter als auch die Teil­neh­mer ist es wich­tig, dass das Event soli­de geplant ist und tech­ni­sche Sta­bi­li­tät sowie eine anspre­chen­de Qua­li­tät gege­ben sind.

Ralf Schmitt, Thors­ten Jekel und Mela­nie Esch­le haben bereits jah­re­lan­ge Erfah­rung mit digi­ta­len Events und fas­sen die vier wich­tigs­ten tech­ni­schen Ent­schei­dun­gen zusam­men, die es im Vor­feld zu tref­fen gilt:

1. Welches Format ist für digitale Events geeignet?

In wel­cher Form das Event digi­tal aus­ge­stal­tet wird, hängt zum einen von den Rah­men­be­din­gun­gen ab, unter denen es statt­fin­den kann oder soll. Zum ande­ren soll­te bedacht wer­den, wel­ches For­mat die rele­van­ten The­men am bes­ten an die Ziel­grup­pe trans­por­tiert. Zur Ori­en­tie­rung: Je emo­tio­na­ler die Inhal­te, des­to hybri­der soll­te das Event gestal­tet werden.

Mög­li­che Vari­an­ten sind:

Desk­top-Broad­cas­ting
Die­se Form des digi­ta­len Events fin­det zu 100 Pro­zent am Bild­schirm statt. Dazu wer­den alle Inhal­te aus einer tech­ni­schen Zen­tra­le her­aus gesteu­ert. Alle Akteu­re wer­den remo­te in den Stream geschal­tet und das Publi­kum nimmt aus­schließ­lich online teil.

Hybri­des und teil­hy­bri­des Event
Hier wird aus einem PopUp-Strea­ming Stu­dio– zum Bei­spiel direkt aus dem ver­an­stal­ten­den Unter­neh­men oder einer gebuch­ten Loca­ti­on her­aus gestreamt. Die Akteu­re kön­nen wahl­wei­se live vor Ort auf­tre­ten, aber auch von ihren indi­vi­du­el­len Stand­or­ten aus in den Stream zuge­schal­tet wer­den. Das Publi­kum ver­folgt die Ver­an­stal­tung rein digi­tal vom PC, Smart­pho­ne oder Tablet aus.

Bei einem kom­plett hybri­den Event ist zusätz­lich zum Online-Publi­kum auch Live-Publi­kum vor Ort anwesend.

2.  Streaming Plattform — eigene oder von einem Dienstleister?

Grund­sätz­lich soll­te die Strea­ming Platt­form sta­bil lau­fen, eine anspre­chen­de Optik haben, Schnitt­stel­len­mög­lich­kei­ten für den Ein­satz der gewähl­ten Strea­ming-Soft­ware und zusätz­li­cher digi­ta­ler Tools bie­ten und eine ein­fach zu bedie­nen­de Chat­funk­ti­on mit­brin­gen. Kos­ten­lo­se Strea­ming­dienst­leis­ter, wie zum Bei­spiel You­Tube live, bie­ten eine gigan­ti­sche Nut­zer­ba­sis und die Mög­lich­kei­ten zur ein­fa­chen Ein­bet­tung auf der eige­nen Web­sei­te. Aller­dings hal­ten sie auto­ma­tisch auch die Rech­te an den Video­in­hal­ten und kön­nen Wer­be­an­zei­gen schal­ten, auf die Sie als Ver­an­stal­ter kei­nen Ein­fluss haben.
Für B2B-Zwe­cke sind daher kos­ten­pflich­ti­ge Anbie­ter wie bspw. Vimeo emp­feh­lens­wer­ter. Sie bie­ten indi­vi­du­el­le­re Sicher­heits­ein­stel­lun­gen und einen grö­ße­ren Funk­ti­ons­um­fang. Doch Ach­tung! Die Haf­tungs­aus­schluss­kri­te­ri­en und die Daten­si­cher­heit Ihres Pro­vi­ders kön­nen sehr unter­schied­lich aus­fal­len.
Für die voll­stän­di­ge Kon­trol­le des Streams, der Inhal­te und ver­trau­li­cher Daten läuft das Event am bes­ten über einen eige­nen Strea­mingser­ver, den Sie über Ihren Tech­nik­dienst­leis­ter buchen können.

3. Die Hardware — Bild und Ton ist Trumpf!

Grund­sätz­lich gilt: Gute Hard­ware sticht ein­fa­che Soft­ware. Bei digi­ta­len Events soll­ten Sie daher ins­be­son­de­re bei Bild und Ton für gute Qua­li­tät sor­gen – die nicht auto­ma­tisch auch teu­er sein muss.

Kame­ra  

Man kann schon mit 2 sta­ti­schen Kame­ras gute Ergeb­nis­se erzie­len. Hier­für gibt es sehr gute Foto­ka­me­ras mit Video­funk­ti­on oder kom­pak­te Cam­cor­der. Wich­tig ist, dass Sie ihr Bild immer in HD-Qua­li­tät oder bes­ser auf­neh­men und ein Clean-HDMI-Aus­gangs­si­gnal haben, d.h. dass die Dis­play­an­zei­gen vom Kame­ra­dis­play aus­ge­blen­det wer­den können.

Ton
Ein Mikro am Rech­ner ist für ein digi­ta­les Event nicht aus­rei­chend! Es gibt aber schon güns­ti­ge Ansteck­mi­kros, die einen rie­si­gen Unter­schied machen. Bei der Vor­be­rei­tung nicht ver­ges­sen, auch die Ton­qua­li­tät der ein­zel­nen Refe­ren­ten zu che­cken und bei Bedarf nach­zu­rüs­ten. Auch dafür ist ein Onboar­ding der Zuspie­ler wichtig!

4.  Einbindung der Zuspieler in das digitale Event.

Die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen der zuge­schal­te­ten Gäs­te sind oft sehr unter­schied­lich. Das glei­che gilt für das Know­how bezüg­lich eines guten, digi­ta­len Auf­tritts und was es dafür braucht. Sie oder Ihre Agen­tur soll­ten spä­tes­tens am Vor­tag mit allen zuge­schal­te­ten Per­so­nen das Equip­ment tes­ten, den Ablauf für den Log­in bzw. die Zuschal­tung klä­ren und auch Tipps bezüg­lich Hin­ter­grund, Klei­dung, Kame­r­a­po­si­tio­nie­rung und vor allem Ton geben, damit Ihre Exper­ten immer im bes­ten Licht erscheinen.

Fazit: Guter Hard­ware soll­te gegen­über ein­fa­cher Soft­ware der Vor­zug gege­ben wer­den, um bei den wich­tigs­ten tech­ni­schen Aspek­ten wie Bild- und Ton­qua­li­tät zu punk­ten. Letzt­lich hängt die Aus­ge­stal­tung und die Wahl der Tech­nik immer vom Ziel­pu­bli­kum und den zu trans­por­tie­ren­den Inhal­ten ab. Pro­jekt­lei­tung und tech­ni­sche Lei­tung soll­ten daher schon früh bei der Kon­zep­ti­on des digi­ta­len Events zusam­men­ar­bei­ten. Bei der Wahl Ihrer Strea­ming­platt­form und ‑soft­ware ach­ten Sie vor allem auf Sta­bi­li­tät, Daten­si­cher­heit und Schnittstellenkompatibilität.

Bleibt fle­xi­bel!

Euer Ralf Schmitt und das Team der Impulspiloten

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