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Digitale Online-Events: 5 Learnings

In den letz­ten drei Mona­ten seit Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie haben die Impulspiloten als Exper­ten für unkon­ven­tio­nel­le Busi­ness-Events — live, digi­tal und hybrid – bereits knapp 15 Online-Events erfolg­reich umge­setzt. Wir freu­en uns sehr dar­über, unse­re Pro­jek­te mit so vie­len tol­len zukunfts­ori­en­tier­ten und inno­va­ti­ven Kun­den und Part­nern durchzuführen.

Bei unse­rem bis­her größ­ten digi­ta­len und vor allem auch hybri­den Pro­jekt, gemein­sam mit Peter Brandl, Kat­ja Porsch und Thors­ten Jekel, haben wir den 24 stün­di­gen Inspi­ra­tio­nal Mara­thon WE WILL THRIVE umge­setzt. Das Cha­ri­ty-Event wur­de von Ber­lin und Hol­ly­wood aus zu Guns­ten von Kin­der­la­chen e.V. und No child hungry ver­an­stal­tet. Über 60 Spea­ker aus Deutsch­land, den USA und dem Rest der Welt teil­ten ihr Wis­sen, ihre Erfolgs­re­zep­te und ihre Inspi­ra­ti­on mit einem rei­nen Online-Publi­kum. Dabei nah­men wir als Pro­jekt­team nicht nur tol­le Anstö­ße von groß­ar­ti­gen und erfolg­rei­chen Spea­kern mit, son­dern sam­mel­ten natür­lich auch mit die­sem hybri­den Event wie­der viel Erfah­run­gen in der Pla­nung, Kon­zep­ti­on und Durchführung:

#1 Ein Online-Event ist komplex

Natür­lich müs­sen auch Live-Events gut geplant sein – kei­ne Fra­ge. Online Events müs­sen noch bes­ser geplant sein. Denn:  hier arbei­ten sehr vie­le Betei­lig­te dezen­tral und es wer­den vie­le Gäs­te der Ver­an­stal­tung jeweils von ande­ren Orten in den Stream dazu geschal­tet. Zu jedem Bei­trag im Stream gehö­ren kom­ple­xe Über­le­gun­gen, Vor­be­rei­tun­gen und tech­ni­sche Ent­schei­dun­gen zu Bild, Ein­gangs­ton, Aus­gangs­ton, Schnitt, Über­tra­guns­ver­zö­ge­rung, Onboar­ding, inte­gra­ti­on von zusätz­li­chen Medi­en und vie­les mehr.
Ein klei­nes Bei­spiel: Auf einer Live-Büh­ne einen Spea­ker im Anschluss noch spon­tan zu inter­view­en sorgt zwar im Orga-Team für Auf­re­gung, ist vor Ort aber rela­tiv ein­fach zu orga­ni­sie­ren. In der digi­ta­len Welt hän­gen an die­ser Bei­spiel­si­tua­ti­on vie­le ein­zel­ne Gewer­ke, die prä­zi­se inein­an­der­grei­fen müs­sen, damit der Online­zu­schau­er am Ende ein opti­ma­les Strea­min­g­er­leb­nis erhält.

#2 A perfect match: Technik und Projektleitung

Da der tech­ni­sche Anteil bei Online-Events einen sehr gro­ßen Teil zum Gelin­gen einer digi­ta­len Ver­an­stal­tung trägt, gehen die Pro­jekt­lei­tung und die Tech­nik­lei­tung bereits am Anfang der Pla­nung mehr als eine Job-Ehe ein. Am bes­ten sie wer­den zu sia­me­si­schen Zwil­lin­gen, damit die opti­ma­le Dra­ma­tur­gie eines Online-Events rei­bungs­los mit der tech­ni­schen Umset­zung ver­knüpft ist.

#3 Guter Ton ist Gold wert

Für die Qua­li­tät eines Bei­tra­ges für eine Ver­an­stal­tung hat der Ton abso­lu­te Prio­ri­tät. Das Mikro am Rech­ner ist dazu nicht aus­rei­chend (nein, wirk­lich nicht!).  Es gibt aber schon güns­ti­ge Ansteck­mi­kros oder Head­sets zu kau­fen, die einen enor­men Qua­li­täts­un­ter­schied machen.  Die­se Inves­ti­ti­on zahlt maß­geb­lich auf das Strea­min­g­er­leb­nis der Zuschau­er ein und stei­gert so auch die Auf­merk­sam­keit auf den Inhalt.

#4 Content ist nicht King sondern Kaiser! 

Bei­trä­ge für eine Online-Ver­an­stal­tung soll­ten auf das Medi­um und die Seh­ge­wohn­hei­ten der Zuschau­er im Inter­net ange­passt wer­den. Wich­tig sind dabei kur­ze, knap­pe Ein­hei­ten die dem Zuschau­er einen deut­li­chen Nut­zen und Mehr­wert bie­ten. Dau­ern Vor­trä­ge in der ana­lo­gen Welt zwi­schen 30–60 Minu­ten sind im Live-Stream eher 15 ‑20 Minu­ten eine ange­mes­se­ne Län­ge, um die Auf­merk­sam­keit am Bild­schirm zu halten.

#5 Das Internet ist launisch

Ein digi­ta­les Event kann noch so gut vor­be­rei­tet und abge­si­chert sein, wenn das Inter­net knirscht, gilt es zu impro­vi­sie­ren. Ein Kol­le­ge aus mei­nem Tech­nik­team brach­te es vor kur­zem auf den Punkt: „Das Inter­net ist eine bitch“…  Ein drei Mal geprüf­ter Ser­ver fällt aus, alle Mit­ar­bei­ter eines Kun­den schal­ten sich zeit­gleich in den Stream und sen­ken die Über­tra­gungs­ra­te bis zum Still­stand oder der Ton kommt eine Minu­te Zeit­ver­setzt zum Bild.

Eines ist sicher: Irgend­et­was wird nicht rund lau­fen.  Da hilft es sehr, einen Not­fall­plan in der Tasche zu haben um das Trou­ble­shoo­ting zu überbrücken.

Bleibt fle­xi­bel!

Euer Ralf Schmitt und das Team der Impulspiloten

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