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Experten-Talk #10: 7 Tipps zum Netzwerken wie ein Profi

Bei aller Digi­ta­li­sie­rung, Dezen­tra­li­sie­rung und Social-Medi­a­li­sie­rung spü­re ich immer deut­li­cher, dass per­sön­li­che Kon­tak­te in der moder­nen Arbeits­welt uner­läss­lich sind, um erfolg­reich zu sein. Viel­leicht haben diver­se Ver­an­stal­tun­gen zum Netz­wer­ken  des­halb einen so gro­ßen Zulauf, weil sie Gele­gen­heit bie­ten, abseits von Zoom-Kon­fe­ren­zen, Face­book Work­place und Xing sei­nem urei­ge­nen Bedürf­nis nach „Her­den-Gefühl“ nachzukommen.
Wie man sei­ne Teil­nah­me an Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen am bes­ten für sich nutzt, tat­säch­lich span­nen­de Kon­tak­te knüpft und vor allem – aus Small­talk-Situa­tio­nen auch wie­der hin­aus­kommt, ver­rät uns der Netz­werk­ex­per­te Joa­chim Rumohr.

7‑TIPPS UM ZU NETZWERKEN, WIE EIN PROFI:

1. GEBEN UND NEHMEN

Um wirk­lich nach­hal­tig Dein Netz­werk zu knüp­fen soll­te Dir ein wich­ti­ger Unter­schied klar sein: Netz­wer­ken hat nichts mit Akqui­se zu tun.
Gutes Netz­wer­ken klappt näm­lich nur, wenn es frei ist von gewoll­ten Ergeb­nis­sen. Denn wer auf die posi­ti­ven Effek­te des Net­wor­kings setzt, der ist in einem gewis­sen Rah­men bereit, bedin­gungs­los zu geben. Das gan­ze Sys­tem beruht dar­auf zu ver­trau­en, dass der eige­ne Input schon auf die ein oder ande­re Wei­se wie­der zurück­kommt und sich aus­zahlt. Du weißt nur nicht in wel­cher Form.
Wer Spaß dar­an hat, Men­schen, die sich nütz­lich sein könn­ten mit­ein­an­der zu ver­bin­den bleibt in guter Erin­ne­rung und wird selbst bei der nächs­ten pas­sen­den Gele­gen­heit weiterempfohlen.

1. MUT ZUM SOLOAUFTRITT

Geh allei­ne zu Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen – ohne Ver­stär­kung. Auf die­se Art wirst Du Dich viel schnel­ler in Gesprä­che mit frem­den Men­schen bege­ben, als wenn Du eine Beglei­tung dabei hast, mit der Du am Ende nur über die ande­ren sprichst – anstatt mit neu­en Kontakten.

2. EIN GUTER GESPRÄCHSSTART

Ein klas­si­scher, jedoch effek­ti­ver Ein­stieg ist immer der Ansatz, eine Gemein­sam­keit zu fin­den. „Sind Sie auch zum ers­ten Mal hier?“ oder „Wie lan­ge sind Sie schon Mit­glied bei Xing“ ist ein soli­der Start, nach dem man leicht zu span­nen­de­ren The­men über­ge­hen kann.

4. DER UNIVERSELLE ABGANG

Auch nicht unwich­tig: Sich aus Gesprä­chen wie­der zu ver­ab­schie­den. Grei­fen Sie irgend­ei­nen Begriff ihres Gesprächs­part­ners auf und set­zen sie ein „Apro­pos“ davor.
„Apro­pos Outsourcing/chinesisches Essen/ Hor­ror­fil­me! Ich muss noch ein­mal kurz tele­fo­nie­ren. Wie sehen uns sicher spä­ter noch ein­mal. Ich wün­sche Ihnen noch gute Kontakte!“
So lässt sich jedes Gespräch freund­lich beenden.

5. DEIN GESCHENK: PRÄSENZ

Wer Netz­wer­ken möch­te und ver­stan­den hat, dass es dabei nicht ums Ver­kau­fen geht, der ist bereit, sei­nem Gegen­über Auf­merk­sam­keit, Zeit und Prä­senz zu schenken.
Ein klei­ner Trick für mehr Prä­senz: Bevor du anfängst zu spre­chen, schau Dei­nem Gesprächs­part­ner so lan­ge in die Augen, bis Du sei­ne Augen­far­be regis­triert hast.

6. VISITENKARTEN

Auch wenn wir heu­te bereits alles elek­tro­nisch erle­di­gen kön­nen – Visi­ten­kar­ten sind ein wich­ti­ges Mit­tel zum Netz­wer­ken. Und auch wenn Hoch­glanz­kar­ten oder Designs in dunk­len Far­ben Geschmack­sa­che sind, eig­nen sie sich schlecht für Gesprächs­no­ti­zen.  Macht man jedoch vie­le Kon­tak­te, lohnt es sich, nach dem Gespräch einen inhalt­li­chen „Anker“ auf der Visi­ten­kar­te notiert zu haben.

7. KONTAKTPFLEGE

Mel­de Dich am bes­ten gleich am nächs­ten Tag bei Dei­nem neu­en Kon­takt, bedan­ke Dich für das net­te Gespräch/Buchtipp/etc. und füge ihn Dei­nem Netz­werk hin­zu. So. ist du noch frisch im Gedächt­nis und Dein Kon­takt ist noch „warm“.

Wenn Du ganz sicher gehen willst, auch die Fett­näpf­chen aus­zu­las­sen schau ger­ne in das Inter­view-Video rein, in dem Joa­chim Rumohr als Extra noch über sei­ne abso­lu­ten No-Gos auf Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen erzählt.

Bis dahin – bleibt flexibel

Euer Ralf Schmitt

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