Der digitale Events

BLOG

Experten-Talk #19: Eine gute Rede funktioniert immer!

NEU CD Experten Talk 4 - Experten-Talk #19: Eine gute Rede funktioniert immer!

Ver­an­stal­tun­gen sind heut­zu­ta­ge immer abwechs­lungs­rei­cher und dra­ma­tur­gisch aus­ge­reif­ter. Dar­über hin­aus haben auf­grund der aktu­el­len Lage natür­lich Online-Ver­an­stal­tun­gen und hybri­de Events mit aller­lei digi­ta­len Inter­ak­ti­ons-Tools Hoch­kon­junk­tur. Aber es gibt auch immer noch die ganz klas­si­schen Pro­gramm­punk­te, die gut gemacht auf jeder Form von Event eine gro­ße Wir­kung haben. Reden sind so ein Ele­ment. Sie kön­nen wahn­sin­nig inspi­rie­ren, aber auch ein­schlä­fern oder sogar pein­lich berüh­ren. Einer, der sich bereits mehr als 20 Jah­re pro­fes­sio­nell mit die­sem The­ma beschäf­tigt hat, ist mein aktu­el­ler Gast auf der Impulspiloten Couch: Tho­mas Östrei­cher. Er ist pro­fes­sio­nel­ler Reden­schrei­ber und hat bereits an die 1000 Reden in sei­nem Leben geschrie­ben. Er wird uns Tipps geben, auf was es beim Schrei­ben einer guten Rede ankommt.

6 Tipps zum Vorbereiten einer guten Rede

1. Zeitdruck vermeiden

Tho­mas nennt die Vor­be­rei­tungs­zeit auf eine Rede, das „Ein­schwin­gen“. Am leich­tes­ten fällt Dir das, wenn Du es schaffst, Zeit­druck zu ver­mei­den. Beim Ein­schwin­gen geht es ihm dar­um, die Augen und Ohren für das The­ma zu öff­nen und Inspi­ra­tio­nen für das The­ma der Rede zu sam­meln. So fällt es Dir sehr viel ein­fa­cher tol­le Anre­gun­gen ein­fach auf dem Weg zur Rede zu fin­den und du musst sie nicht erst suchen, weil die Zeit zu knapp ist.

2. Angst vor dem weißen Blatt

Mach Dich frei von der Vor­stel­lung, eine Rede müss­te chro­no­lo­gisch geschrie­ben wer­den. Fang mit dem an, was Du weißt, wie zum Bei­spiel die Anre­de, den letz­ten Satz, die Ver­ab­schie­dung oder den tro­cken Info­teil, der rein muss. Dann hast Du schon ein­mal den Bann von dem wei­ßen Nichts gebro­chen und kannst anschlie­ßend den rest­li­chen Text um die vor­han­de­nen Bau­stei­ne herumstricken.

3. Guten Einstieg finden

Ein guter Anfang ist ein wich­ti­ger Tür­öff­ner zur Auf­merk­sam­keit des Publi­kums. Wenn genü­gend Zeit zur Vor­be­rei­tung der Rede ein­ge­plant ist, fin­det sich oft­mals ganz von selbst im All­tag ein guter Auf­hän­ger als Ein­stieg. Dafür gibt es – je nach Anlass der Rede – eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel Zita­te, tages­ak­tu­el­les Gesche­hen, eine pas­sen­de klei­ne Anek­do­te oder sogar auch eine bewuss­te Irri­ta­ti­on, die man als Vor­tra­gen­der dann im zwei­ten Teil der Rede auf­löst. Erlaubt ist, was nicht langweilt.

4. Länge der Rede

Als Faust­re­gel gilt: Im geschäft­li­chen oder poli­ti­schen Zusam­men­hang gehal­te­ne Reden soll­ten im bes­ten Fall 10 bis maxi­mal 15 Minu­ten dau­ern. Im pri­va­ten Umfeld sind 5 bis 7 Minu­ten ein guter Richt­wert. Vie­le hilft nicht auto­ma­tisch viel und Lan­ge­wei­le ist, wie gesagt, nach Mög­lich­keit zu vermeiden.

5. Das Setting

Für den Ton und die Form der Rede hän­gen stark vom Rah­men des Anlas­ses ab. Du soll­test bereits vor dem Schrei­ben wissen:

  • • Wie vie­le Men­schen sind anwe­send? Ab ca. 30 Per­so­nen ist ein Mikro­fon sinn­voll und die Anspra­che von 15 Men­schen unter­schei­det zu der an 100 Zuhö­rer.
    • Wel­che Erwar­tun­gen muss/soll ich erfül­len?
    • wie ist die Loca­ti­on?
    • wel­che Stim­mung wird vor­aus­sicht­lich herrschen?

6. Die Präsentation der Rede

Steht der Text, emp­fiehlt Tho­mas Östrei­cher die Rede 5 bis 10 Mal zu pro­ben – am bes­ten vor einer ande­ren Per­son. Danach sitzt der Text so gut, dass Du ihn flüs­sig rüber­brin­gen kannst. Als Hilfs­mit­tel soll­te das Manu­skript am bes­ten in gro­ßer Schrift auf Spre­cher­kar­ten in DinA5 gedruckt wer­den. Wäh­le eine gro­ße Schrift und mar­kie­re alle Sinn­schwer­punk­te fett. So kannst Du frei spre­chen und fin­dest bei einem Hän­ger schnell die ent­spre­chen­de Stel­le im Text, um wie­der auf Spur zu kom­men. Papp­kar­ten sind emp­feh­lens­wert, da sie weder bei Ner­vo­si­tät zer­kni­cken und auch drau­ßen bei Wind in Form bleiben 😉

Egal, ob im Busi­ness­kon­text oder für einen pri­va­ten Anlass, die Her­an­ge­hens­wei­se an einen guten Reden­text ist für Tho­mas Östrei­cher immer die glei­che. Wenn Du wis­sen willst, was Du aber tun­lichst bei einer Rede ver­mei­den soll­test und Dich noch mehr Pra­xis­tipps von Tho­mas inter­es­sie­ren schau Dir ger­ne das kom­plet­te Inter­view im Video an.

Bis dahin
Bleib fle­xi­bel

Dein Ralf Schmitt
und das Team der Impulspiloten

Vielen Dank, Ihre Nachricht wurde übermittelt.