Web 3.0 – So wird das Metaverse digitale Events verändern

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Experten-Talk, Collin Croome, Ralf Schmitt, Metaverse

Wenn die Corona-Zeit uns Menschen in der Event-Branche eines gelehrt hat, dann wie wichtig es ist, schnell umzudenken und alle technischen Möglichkeiten voll auszureizen. Zu Beginn der Pandemie haben wir blitzschnell auf digitale und hybride Events umgestellt und die Vorteile zu schätzen gelernt, die diese mit sich bringen. Doch kaum an die digitale Welt gewöhnt, steht schon die nächste große Internetentwicklung in den Startlöchern – das Metaverse.

 

Unser Experte Collin Croome meint, dass die digitale Zukunft gar nicht mehr so weit weg ist, wie wir vielleicht denken. Als digital Marketing Stratege und bekennender Apple und Metaverse Evangelist der ersten Stunde, verrät er uns, was dieses Metaverse eigentlich ist und wie es digitale Events verändern wird.

Was steckt hinter dem Buzzword „Metaverse“?

Das Metaverse soll im Prinzip der Nachfolger des mobilen Internets werden. Angefangen mit dem Web 1.0 in der Mitte der 90er haben wir bereits mehrere Evolutionsstufen des Internets miterlebt. Damals waren die Anwendungsmöglichkeiten noch sehr begrenzt und konzentrierten sich vor allem auf die Suche von Informationen. Das änderte sich jedoch 2005 mit dem Aufkommen des Web 2.0 und den sozialen Medien, die vor allem von Interaktion leben. Seitdem kann jede:r User seine eigenen Inhalte mit anderen teilen.

 

Da die Technik aber nie still steht, erwarten wir schon bald das Web 3.0, das die Interaktion auf das nächste Level heben wird. Dabei bietet die technische Entwicklung von Virtual und Augmented Reality schon einmal einen ersten Vorgeschmack auf das immersive Erlebnis, was uns im Metaverse erwartet. In Zukunft werden wir dann nicht mehr auf einfache Bildschirme schauen, sondern räumlich ganz in das digitale Geschehen eintauchen

Mit VR und AR ins Metaverse

Virtual Reality ist vor allem aus der Gaming-Szene bekannt. Kein Wunder, denn diese Technologie macht wirklich Spaß! Unterstützt durch eine Virtual-Reality Brille, erscheint eine fotorealistisch erstellt Umgebung vor den Augen des Trägers. In dieser virtuellen Welt kann man dann mit anderen Spieler:innen, Kolleg:innen oder potentiellen Kund:innen interagieren, spielen und kommunizieren. Aber Achtung, diese wirkt teilweise so immersiv und real, dass die User aufpassen müssen, wie sie sich in ihrer echten Umgebung bewegen. Wer schon einmal versucht hat, sich auf einen virtuellen Stuhl zu setzen, wird diese Warnung sicher verstehen!

 

Bei der Augmented Reality Technik hingegen wird die digitale Welt sozusagen über die reale Außenwelt gelegt. Auch dazu ist natürlich ein externes Device nötig, wie es Google mit den Google Glasses versucht hat. Bisher konnte das Modell allerdings noch nicht überzeugen, weshalb die Welt gespannt auf die Apple Glasses der Konkurrenz wartet, die von den Maßen her einer Sonnenbrille entsprechen sollen.

Wann ist es endlich Zeit fürs Metaverse?

Die Zukunft ist zwar schon nah, aber nach Collin Croomes Einschätzung wird es dennoch 5-10 Jahre dauern, bis wir das Metaverse ganz selbstverständlich nutzen werden, wie heute das Internet. Dazu ist eine klobige Virtual Reality Brille zu hinderlich, weshalb es schlankere Techniken, wie die heiß erwarteten Apple Glasses braucht, um das Web 3.0 in unseren Alltag zu integrieren.

Wie beeinflusst das Metaverse digitale Events?

Bereits jetzt wissen wir, dass es viele Vorteile hat, Events nicht nur live, sondern auch digital oder hybrid zu veranstalten und so einen noch größeren Personenkreis anzusprechen. Wenn man sich jetzt die Möglichkeiten des Metaverse dazu denkt, dann werden diese das Spektrum an Veranstaltungsformaten noch um ein Vielfaches erweitern. Vor allem digitale Events können noch immersiver und damit maximal interaktiv werden, wenn die Teilnehmenden die Location mit ihrer VR- oder AR-Brille aufsuchen können. Menschen von überall auf der Welt können dort in Echtzeit zusammenkommen. Auch Mischformen wären möglich oder aber die Teilnehmenden entscheiden selbst, auf welche Weise sie teilnehmen möchten. 

Mit 3 Tipps ins Metaverse

Das Metaverse bietet großes Potential. Aktuell aber, befindet es sich trotz vieler visionärer Ideen noch im Aufbau. Laut Collin Croome lohnt es sich dennoch genau jetzt sich mit allen Chancen uns Challenges des Themas auseinanderzusetzen. Mit den ersten Erfahrungen kommt dann auch die Inspiration, wie das Metaverse ins eigene Unternehmen einfließen könnte.

 

Tipp 1 – TV Inspiration

Ein bekannter Hollywood Blockbuster, der einen Einblick in eine mögliche Metaverse-Welt bietet, ist Steven Spielbergs „Ready Player One“. Der Film zeigt zwar eine Dystopie, der die Technik nicht nur gut dastehen lässt, dennoch liefert er interessante Impulse.

 

Tipp 2 – Eigenes VR-Device

Besorge dir selbst eine VR-Brille. Zum Beispiel das Bestseller-Model Oculus Quest 2 von Facebook. Damit kannst du die ersten Schritte ins Metaverse selbst erleben, in den dreidimensionalen Raum eintauchen und über diverse Apps die Anwendung neu entdecken.

 

Tipp 3 – Dein eigenes Metaverse erschaffen

Ganz einfach kannst du dir unter www.framevr.io ein eigenes kleines Metaverse aufbauen. Deine persönliche  URL kannst du dann mit Kunden oder Freunden teilen und virtuelle Treffen in deinem eigenen Raum organisieren.

 

Buch-Tipp: 30 Minuten Metaverse

Collin schlägt vor, das Metaverse in Ruhe kennenzulernen. An erster Stelle steht ausprobieren, selbst erleben und Inspirationen sammeln. Später gilt es dann innovative Lösungen für den eigenen Bussinessbereich zu finden.


Wer noch mehr erfahren möchte, zum Beispiel welche Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft bereits genutzt werden, welche Zukunftsvisionen es gibt, welche Technik benötigt wird und wie man eine eigene, konkrete Strategie für das Metaverse entwickelt – dem empfehle ich Collins aktuelles Buch: 30 Minuten Metaverse. Der Praxisratgeber kommt am 30. August 2022 in den Buchhandel und gibt einen guten Überblick über die Grundlagen und die Einsatzmöglichkeiten, die das Metaverse jetzt und in Zukunft bietet.

 

Bis dahin – bleibt flexibel

Euer Ralf Schmitt

und das Team der Impulspiloten

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